Softairwaffen

Softairwaffen

Bei Softairwaffen handelt es sich um besondere Druckluftwaffen. Sie werden auch als Airsoftwaffe bezeichnet. Bereits der Name „Softairwaffe“ lässt schließen, es handelt sich um nicht tödliche Waffen. Im Aussehen ihren großen Vorbildern oft täuschend ähnlich, handelt es sich um Repliken. Meist ähneln sie bekannten Pistolen, Revolvern und Gewehren.

Softwairwaffen verursachen keine lebensgefährlichen Verletzungen. Sie verschießen ihre Munition durch Gas, Federdruck oder elektromechanisch betriebene Druckluftsysteme.

 

Softairmunition

Als Geschoße dienen Rundkugeln verschiedener Materialien. Häufig verschosse Softairmunition sind 6 mm Rundkugeln aus Kunststoff. Es gibt jedoch auch Softairwaffen im Kaliber 8 mm. Allgemein wird meist die Abkürzung „BBs“ für Softairmunition verwendet. Eine mögliche Erklärung für diese Abkürzung ist „Baby Bullets“, also kleine Kugeln.

 

Leistung

Neben der Art der Munition ist die Leistung der Waffen ein Unterscheidungsmerkmal. Die Abgabeenergie wird in Joule angegeben. Üblicherweise haben Softairwaffen eine Mündungsenergie von 0,3 bis 3 Joule. Mit dieser Energie angetrieben, verlassen die BBs den Lauf mit etwa 30 bis 240 m/s.

 

Rechtslage

Sind Softairwaffen nun Waffen wie andere auch? Diese Frage ist nicht einheitlich beantwortbar. Die waffenrechtlichen Bestimmungen sind im DACH Raum (Deuschland, Österreich, Schweiz) unterschiedlich geregelt.

 

Österreich

In der Alpenrepublik handelt es sich bei Softwairwaffen nicht um Waffen im Sinne des Waffengesetzes. Um Softwairwaffen zu erwerben, ist ein Mindestalter von 18 Jahren notwendig. Diese Bestimmungen sind in der Softairwaffenverordnung geregelt.

 

Deutschland

Der deutsche Gesetzgeber unterscheidet bei der Einteilung zwischen Anscheinswaffen, Vollautomaten und der Geschossenergie. Anscheinswaffen sehen echten Waffen täuschend ähnlich. Für diese gelten besondere Bestimmungen, sie dürfen unter anderem nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. Das deutsche Waffengesetz verbietet vollautmatische Waffen. Das gilt auch für vollautomatische Airsoftwaffen.
Über diese Bestimungen hinaus, dürfen Softairwaffen mit einer Geschossenergie von nicht mehr als 0,5 Joule an Personen ab 14 Jahren verkauft werden. Über diese Mündungsenergie hinaus, jedoch bis höchstens 7,5 Joule, sind Softwairwaffen an Personen ab 18 Jahren frei verkäuflich. Letztere Modelle müssen mit einem „F“ im Fünfeck gekennzeichnet sein.

 

Schweiz

Das schweizer Waffenrecht bezeichnet Softwairwaffen als „privilegierte“ Waffen. An Personen ab 18 Jahren dürfen diese frei verkauft werden. Ein schriftlicher Kaufvertrag ist aber Pflicht. Vollautomatische Airsoftwaffen sind erlaubt, ebenso wie Lampen. Laserzielpunktvisiere sind hingegen verboten.

 

Fazit

Besitz und Erwerb sind in den unterschiedlichen deutschsprachigen Ländern unterschiedlich geregelt. Was in einem Land erlaubt ist, kann in einem anderen verboten sein. Wer Softairwaffen erwerben möchte, sollte sich beim Waffenhändler seines Vertrauens beraten lassen. Vorsicht ist bei Import und Export von Softairwaffen geboten.
Und selbstverständlich nicht vergessen werden muss immer, auch bei Softairwaffen handelt es sich um Waffen. Sorgsamer Umgang und gewissenhafte Verwahrung von Waffe und Munition tragen wesenlich zur eigenen und der Sicherheit anderer bei.

24. Februar 2020 16:10